Jürgen Kunz - Vereidigter Buchprüfer & Steuerberater

Ihr Steuerberater in Berlin



Steueränderungen 2022

Das Jahr 2022 bringt neben Steueränderungen auch einen großen politischen Umbruch in Deutschland. Die neue Ampelkoalition bestehend aus SPD, FDP, und den GRÜNEN hat am 09.12.2021 offiziell die Regierungs-geschäfte übernommen. Der neue Bundeskanzler "Olaf Scholz" löste die alte Bundeskanzlerin "Angela Merkel" nach 16 Jahren CDU-Führung ab. Zum schnelleren Überblick hier für meine Steuerkunden eine Aufstellung aller aktuellen Ministerposten:


Vereidigt wurden am 09.12.2021 folgende Bundesministerinnen und Bundesminister:

Herr Dr. Robert Habeck (Bündnis 90/Die Grünen, Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, Vizekanzler),  

Herr Christian Lindner (FDP, Bundesminister der Finanzen),

Frau Nancy Faeser (SPD, Bundesministerin des Innern und für Heimat),

• Frau Annalena Baerbock (Bündnis 90/Die Grünen, Bundesministerin des Auswärtigen),

Herr Hubertus Heil (SPD, Bundesminister für Arbeit und Soziales),

Herr Dr. Marco Buschmann (FDP, Bundesminister der Justiz),

• Frau Christine Lambrecht (SPD, Bundesministerin der Verteidigung),

Herr Cem Özdemir (Bündnis 90/Die Grünen, Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft),

Herr Prof. Dr. Karl Lauterbach (SPD, Bundesminister für Gesundheit),

Frau Anne Spiegel (Bündnis 90/Die Grünen, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend),

Herr Dr. Volker Wissing (FDP, Bundesminister für Digitales und Verkehr),

• Frau Steffi Lemke (Bündnis 90/Die Grünen, Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz),

Frau Svenja Schulze (SPD, Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung),

Frau Bettina Stark-Watzinger (FDP, Bundesministerin für Bildung und Forschung),

Frau Klara Geywitz (SPD, Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen),

Herr Wolfgang Schmidt (SPD, Bundesminister für besondere Aufgaben, Chef des Bundeskanzleramtes)




Steueränderungen 2022

-Ein Überblick in die neue beschossene Steuer-Gesetzeslage-

Zum Jahreswechsel 2021 / 2022 hat der Gesetzgeber Änderungen im Steuerrecht beschlossen.
Die wichtigsten und relevantesten Reformen stellen wir Ihnen in den nachfolgenden Zeilen vor:


Anhebung des Mindestlohnes

Für die Zahlung des Mindestlohns müssen in Deutschland keine tarifvertraglichen Bestimmungen beachtet werden. Derzeitig beträgt die Größe 9,60 Euro pro Stunde. Für die Anhebung hat der Gesetzgeber im kommenden Jahr zwei Termine gesetzt. Zum 01. Januar 2022 erfolgt eine Anhebung auf 9,82 Euro pro Stunde. Eine weitere Erhöhung hat der Gesetzgeber für den 01. Juli 2022 vorgesehen. Der Mindestlohn steigt ab dem 01. Juli 2022 dann auf 10,45 Euro pro Stunde. Hiervon sind alle Arbeitnehmer betroffen, auch wenn Sie z. B. geringfügig beschäftigt sind.


Mögliche Änderungen bei weiteren coronabedingten Steuerentlastungen

Diverse Steuererleichterungen, die der Gesetzgeber pandemiebedingt beschlossen hat, werden nach der derzeit geltenden Gesetzeslage nicht ins Jahr 2022 übernommen. Hiervon betroffen sind unter anderem Erleichterungen bei Stundungen und Ratenzahlungsvereinbarungen, die man als Steuerpflichtiger mit dem zuständigen Finanzamt vereinbaren konnte. Diese können 2022 voraussichtlich nicht mehr in dem Umfang in Anspruch genommen werden, wie dies aktuell noch möglich ist.

Eine weitere Änderung bezieht sich auf den Bezug des Kurzarbeitergeldes. Der Gesetzgeber plant, die maximale Bezugsdauer um drei Monate zu erhöhen, um einen finanziellen Ausgleich für die angespannte wirtschaftliche Situation von Arbeitnehmern zu schaffen.


Corona-Bonuszahlung bis zum 31. März 2022

Wegen der angespannten Coronalage kann jeder Arbeitgeber seinen Mitarbeitern einen steuerfreien Corona-Bonus von 1.500 Euro zukommen lassen. Die Steuerfreiheit für die Auszahlung gilt bis zum 31. März 2022. Erhält ein Arbeitnehmer danach Zuwendungen, die sich auf das Arbeitsverhältnis begründen, werden diese nach den "normal" versteuert.


Neue Regelungen für kurzfristige Beschäftigungsverhältnisse

Ab dem 01. Januar 2022 sind auch für Minijobs und kurzfristige Beschäftigungsverhältnisse Änderungen geplant. So muss ein Arbeitgeber zukünftig Angaben darüber machen, wie ein Mitarbeiter im Minijob krankenversichert ist. Bei der Meldung eines Minijobbers an die Minijobzentrale soll ein Arbeitgeber ab dem 01. Januar 2022 eine sofortige Rückantwort erhalten. Der Arbeitgeber wird hiermit über weitere Beschäftigungsverhältnisse des neuen Mitarbeiters informiert und kann die entsprechenden Konsequenzen ziehen. Die Rückantwort der Minijobzentrale erfolgt auf digitalem Weg.


Frist zur Registrierkassenpflicht endet

Bis zum 31. Dezember 2017 hatte es keine gesetzliche Grundlage für die Nutzung einer Registrierkasse gegeben. Seit dem Veranlagungszeitraum 2018 gilt das Kassengesetz.

Die rechtlichen Bestimmungen beziehen sich auf die Nutzung einer elektronischen Registrierkasse. Ein Unternehmer, der Bareinnahmen versteuert, wurde dazu verpflichtet, bis zum September 2020 eine Aufrüstung der Registrierkasse vorzunehmen, die die technische Sicherheit des Geräts gewährleisten soll. Alternativ wurde diesem Unternehmer damals auferlegt, sich eine neue Registrierkasse anzuschaffen.

Für nicht aufrüstbare Altkassen  (der Kauf muss zwischen dem 26. November und dem 31. Dezember 2019 erfolgt sein)  hat der Gesetzgeber eine Übergangsregelung beschlossen. Diese Frist endet nun am 31. Dezember 2022.


Anhebung des Grundfreibetrags

Der Grundfreibetrag sichert das Existenzminimum einer sogenannten "Steuerpflichtigen Person". Bis zum Erreichen dieses Betrages sieht der Gesetzgeber von einer Steuerfestsetzung ab. Für den Veranlagungszeitraum 2021 gilt ein Grundfreibetrag von 9.744 Euro. Mit Beginn des neuen Jahres hat der Gesetzgeber eine Erhöhung auf 9.984 Euro beschlossen. Lassen sich Eheleute gemeinsam zur Einkommensteuer veranlagen, verdoppelt sich der Grundfreibetrag.


Im Rahmen der Koalitionsverhandlungen haben die drei neuen Regierungsparteien sich über umfangreiche Änderungen im Steuerrecht verständigt. Wir werden an dieser Stelle darüber berichten, sobald diese Absichten im Rahmen eines Gesetzes umgesetzt werden.


-Ihre Steuerkanzlei Jürgen Kunz-

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